FRANKFURT. Ziel der Partnerschaft zwischen Universität und Eintracht Frankfurt ist es, Wissenschaft und Praxis im Zukunftsfeld Sport enger miteinander zu verzahnen und gemeinsam neue Impulse für Forschung, Lehre und Gesellschaft zu setzen. Dafür sehen beide den jeweils anderen als idealen Partner. Den Rahmen der Kooperation regelt ein „Memorandum of Understanding“ (MoU), das am Donnerstag im Beisein von Frankfurts Sportdezernent und Oberbürgermeister Mike Josef von Prof. Dr. Enrico Schleiff, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt, und Axel Hellmann, Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG, in der Otto-Fleck-Schneise unterzeichnet wurde.
„Frankfurt versteht sich als Sportstadt – nicht nur wegen großer Events und erfolgreicher Vereine, sondern weil der Sport tief in der Stadtgesellschaft verankert ist“, sagt Mike Josef, Oberbürgermeister und Sportdezernent der Stadt Frankfurt am Main. „Dass die Goethe-Universität dieses Feld nun wissenschaftlich stärker erschließt und dafür eine Partnerschaft mit Eintracht Frankfurt eingeht, bedeutet für uns eine Aufwertung des Standortes in der akademischen Landschaft und ist ein wichtiger Baustein für den Aufbau eines interdisziplinären Sportzentrums. Damit wird sich Frankfurt perspektivisch umfassend in der internationalen Sportwelt positionieren.“
Vor kurzem haben Wissenschaftler*innen aus dem Fachbereich Sportwissenschaften der Goethe-Universität Räume im von Eintracht Frankfurt neu konzipierten Sportquartier im Stadtwald bezogen – in direkter Nachbarschaft zum Deutsche Bank Park und zahlreichen Spitzenverbänden des Sports. Dort arbeitet nun Prof. Dr. Karen Zentgraf, in enger Nachbarschaft zu Kooperationspartnern wie Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB), Landessportbund, Olympiastützpunkt und Carl-von-Weinberg-Schule. Sie erforscht, wie Kopf und Körper im Sport zusammenwirken. Und Studierende der Goethe-Universität profitieren bereits seit dem Wintersemester von Ticketkontingenten für Heimspiele der Eintracht, die unter ihnen verlost werden.
„Sport ist ein Zukunftsthema: Er vermittelt Werte, fördert die Gesundheit und ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Goethe-Universität will sich in diesem Feld künftig stärker und breiter engagieren“, erläutert Uni-Präsident Schleiff. „Mit Eintracht Frankfurt haben wir dafür einen Partner gewonnen, der ausstrahlt und für höchste Professionalität steht – eine ideale Verbindung von Wissenschaft und Praxis.“ Interessant für die Goethe-Universität sei auch die Expertise des Partners für Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
Ein erstes zentrales Projekt der neuen Partnerschaft ist der berufsbegleitende Studiengang „Sports Management MBA“, der ab dem Sommersemester 2027 an der Goethe Business School starten soll. Das Programm richtet sich an Fach- und Führungskräfte aus dem Sportökosystem und wird in enger Zusammenarbeit mit der Eintracht durchgeführt. Inhaltlich setzt das gemeinsam entwickelte Programm klare Schwerpunkte auf die Themen Innovation, Technologie und Medien – zentrale Säulen des Sportmanagements der Zukunft.
Axel Hellmann, Vorstandssprecher der Eintracht Frankfurt Fußball AG, sagt: „Die Kooperation mit der Goethe-Universität verbindet Talentförderung, Forschung und Innovation im Sport. Gemeinsam entwickeln wir neue Formate an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis. Der Sports Management MBA ist elementarer Bestandteil davon und für uns ein absolutes Leuchtturmprojekt.“
Die Goethe-Universität will insgesamt ihre sportbezogene Expertise stärker interdisziplinär bündeln, unter dem Dach des Forschungsprofilbereichs „Science for Health“. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Sportwissenschaft, Medizin, Informatik, Rechtswissenschaft und weiteren Disziplinen arbeiten dabei enger zusammen. Auch hier gibt es bereits zahlreiche Anknüpfungspunkte, etwa das vom Fachbereich Jura gemeinsam mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) entwickelte Weiterbildungsprogramm „Konfliktlösung im nationalen und internationalen Sport“.
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