Cybersecurity Campus Graz nimmt Betrieb auf: Kompetenzzentrum für digitale Sicherheit in der Steiermark eröffnet
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Cybersecurity Campus Graz nimmt Betrieb auf: Kompetenzzentrum für digitale Sicherheit in der Steiermark eröffnet

07/04/2026 TU Graz

Der klimafreundliche Neubau der Bundesimmobiliengesellschaft ist neuer Standort für Spitzenforschung im Bereich IT-Sicherheit an der TU Graz.

Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) und die TU Graz haben heute, 7. April 2026, im Beisein von Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner den Cybersecurity Campus Graz feierlich eröffnet. Der Neubau am Campus Inffeldgasse bietet auf einer Nutzfläche von 5.000 Quadratmetern moderne Büros und Labors für das Institute of Information Security der TU Graz. Ebenfalls im Gebäude untergebracht sind die TU Graz-Abteilung Gebäude und Technik sowie das COMET-Zentrum Battery4Life. In Zukunft werden weitere Unternehmen aus der IT-Security- und Innovationsbranche als Mieter hinzukommen. Für eine Investitionssumme von rund 25 Millionen Euro hat die BIG als Bauherrin den Cybersecurity Campus Graz in einer Bauzeit von nur eineinhalb Jahren nach den Plänen von eep architekten ZT GmbH fertiggestellt.

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung: „Cybersicherheit ist längst kein Nischenthema mehr, sondern betrifft uns alle. Mit dem Cybersecurity Campus Graz stärken wir die Forschung in einem Bereich, der für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft immer wichtiger wird und schaffen einen international sichtbaren Standort für Spitzenforschung. Gleichzeitig müssen auch unsere Universitäten und Forschungseinrichtungen selbst besser geschützt werden. Deshalb sorgen wir mit dem Cyber-Resilience-Plan dafür, dass Wissenschaft und Forschung auch in Zukunft sicher und frei arbeiten können.“

Photovoltaik, Holzfassade, Erdwärme und natürliche Beschattung

Der Cybersecurity Campus Graz besteht aus drei Bauteilen, die über ein durchgehendes Stockwerk im ersten Obergeschoß miteinander verbunden sind. Im Erdgeschoß befinden sich Foyers, Seminarräume und Aufenthaltszonen, in den oberen Stockwerken Büros und Labors.

Das Gebäude mit der charakteristischen Holzfassade ist eines der energieeffizientesten Forschungsgebäude der TU Graz und setzt auf Erdwärme, Photovoltaik sowie ein ausgeklügeltes Konzept mit begrünten Dächern und versickerungsfähigen Flächen im Umfeld. Über Geothermie können rund 65 Prozent der Kälteleistung und rund 75 Prozent der Wärmeleistung abgedeckt werden.

Der Cybersecurity Campus Graz wurde bewusst um eine fast hundertjährige Silberlinde herum gebaut, die dem Gebäude zusammen mit 20 neu gepflanzten Laubbäumen natürlichen Schatten spendet und dem Gebäude einen architektonisch interessanten Schwung verleiht. Im Zuge der Bauarbeiten wurden 100 überdachte Fahrradabstellplätze für den Campus errichtet.

Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG): „Der Campus Inffeldgasse ist jetzt schon der größte Standort der TU Graz und wächst weiter. In einer Zeit, in der Datensicherheit zu den zentralen Herausforderungen zählt, setzt die TU Graz einen besonderen Schwerpunkt auf Forschung und Lehre in diesem Bereich. Mit dem Cybersecurity Campus, den wir heute feierlich eröffnen, schaffen wir die ideale Umgebung, um dieser Aufgabe zu begegnen. Drei bauliche Highlights möchte ich hervorheben: Das Gebäudeensemble hat eine Fassade aus heimischem Fichtenholz, es wurde um eine fast hundert Jahre alte Linde errichtet, was frisches Grün in die Innenräume trägt, und wird mit Erdwärme geheizt und gekühlt. Auch im CCG werden Forschung und Wirtschaft zusammenspielen. Ich wünsche allen Forscherinnen und Forschern und allen Studierenden viel Freude und Erfolg in ihrem neuen Haus.“

Horst Bischof, Rektor der TU Graz: „Die Expertise der TU Graz im Bereich IT-Sicherheit ist weltweit sichtbar. Mit dem Cybersecurity Campus Graz erhält diese herausragende Forschung nun auch eine sichtbare Verankerung im Forschungsland Steiermark. Hier entsteht ein einzigartiges Innovationsökosystem, in dem Wissenschaft und Wirtschaft zu einem führenden Zentrum für Cybersicherheit zusammenfinden. Damit stärken wir nicht nur die internationale Wettbewerbsfähigkeit unseres Standorts, sondern bilden auch kommende Generationen gefragter Cybersecurity-Expert*innen aus, die von und mit den Besten ihres Fachs lernen. Mein Dank gilt dem BMFWF, der BIG und allen Beteiligten für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und das beeindruckende Ergebnis.“

Manuela Khom, Landeshauptmann-Stellvertreterin der Steiermark: „Cybersecurity ist heute eine zentrale Voraussetzung für Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität – und damit ein strategisches Zukunftsthema für die Steiermark und Europa. Mit dem Cybersecurity Campus Graz stärken wir gezielt Forschung, Ausbildung und Innovation und bauen unsere Position als führender Forschungs- und Innovationsstandort weiter aus. Gleichzeitig leisten wir einen wichtigen Beitrag zur digitalen Souveränität Europas und setzen ein starkes Zeichen für die Zukunft unseres Standorts.“

Internationale Spitzenforschung im Bereich Cybersecurity

Am Institute of Information Security widmen sich derzeit rund 80 Personen zentralen Themen der IT-Sicherheit, von Kryptografie über sichere Anwendungen und Systemdesigns bis hin zu vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz. Forschungsergebnisse wie die Aufdeckung der Sicherheitslücken „Meltdown“ und „Spectre“ oder der am Institut entwickelte internationale Verschlüsselungsstandard für Lightweight Cryptography ASCON unterstreichen die internationale Bedeutung dieses TU Graz-Forschungsschwerpunktes. Das gilt ebenso für die drei ERC Grants, die Forschende des Instituts in den letzten Jahren einwerben konnten.

Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security der TU Graz: „Das neue Gebäude ermöglicht es uns, Forschung und Lehre rund um das Thema IT-Sicherheit weiter auszubauen. Bereits im September kommt eine neue Forschungsgruppe im Bereich Cybersecurity and Artificial Intelligence hinzu.“

Die TU Graz bietet ein vielfältiges IT-Studienangebot, ein Schwerpunkt dabei ist der zukunftsweisende Bereich der Cybersecurity. Studierende erwerben fundiertes technisches Know-how und arbeiten praxisnah an realen Herausforderungen der IT-Sicherheit. Einen besonderen Beitrag leisten dabei die Studierendenteams der TU Graz, die in internationalen Wettbewerben innovative Lösungen entwickeln und regelmäßig Erfolge einfahren. Diese enge Verknüpfung von Lehre, Forschung und Teamarbeit macht die TU Graz zu einem zentralen Ausbildungsort für die nächste Generation von IT-Sicherheitsexpert*innen, die am Arbeitsmarkt entsprechend gefragt sind.

Bilder des Cybersecurity Campus Graz zum Download: https://fotodb.big.at/pinaccess/showpin.do?pinCode=J5C4w7G0Z1Q1
Die Bildquelle für alle Fotos lautet: © BIG / Helmut Pierer

Videorundgang durch den Cybersecurity Campus Graz: https://www.tugraz.at/news/artikel/tour-durch-den-cybersecurity-campus-graz

Attached files
  • Feierliche Schlüsselübergabe für den Cybersecurity Campus Graz. V.l.: Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Horst Bischof, Rektor der TU Graz, Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security der TU Graz. Bildquelle: Lunghammer - TU Graz
  • v.l.: Stefan Mangard, Leiter des Institute of Information Security der TU Graz, Manuela Khom, Landeshauptmann-Stellvertreterin der Steiermark, Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Willibald Ehrenhöfer, Steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung, Horst Bischof, Rektor der TU Graz. Bildquelle: Lunghammer - TU Graz
  • v.l.: Verena Schröppel vom Institute of Information Security (ISEC) der TU Graz, Eva-Maria Holzleitner, Bundesministern für Frauen, Wissenschaft und Forschung, Edona Fasllija (ISEC), Christine Dornaus, Geschäftsführerin der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG), Horst Bischof, Rektor der TU Graz, Stefan Mangard, Leiter des ISEC, Lukas Maar (ISEC), Manuela Khom, Landeshauptmann-Stellvertreterin der Steiermark, Willibald Ehrenhöfer, Steirischer Landesrat für Wirtschaft, Arbeit, Finanzen, Wissenschaft und Forschung. Bildquelle: Lunghammer - TU Graz
07/04/2026 TU Graz
Regions: Europe, Austria
Keywords: Applied science, Computing, Business, Defence & security, Telecommunications & the Internet, Universities & research

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