Entdeckung zum Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Krebstherapie gewinnt den Bial Award in Biomedicine und erhält 350.000 Euro Preisgeld
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Entdeckung zum Zusammenhang zwischen Darmbakterien und Krebstherapie gewinnt den Bial Award in Biomedicine und erhält 350.000 Euro Preisgeld

25/02/2026 Bial Foundation

Eine in Science veröffentlichte Studie zeigt, dass eine gesunde Darmflora die Wirksamkeit von Immuntherapien zur Krebsbehandlung steigern kann, während Antibiotika deren Effekt beeinträchtigen, da sie die Vielfalt der Darmflora verringern.

Ein internationales Konsortium aus 48 Forschenden von Institutionen in Frankreich, Schweden und den Vereinigten Staaten wurde mit der Ausgabe 2025 des Bial Award in Biomedicine ausgezeichnet. Der mit 350.000 Euro dotierte Preis wird von der Bial Foundation vergeben und würdigt eine veröffentlichte wissenschaftliche Arbeit von außergewöhnlicher Qualität und Relevanz im Bereich der Biomedizin.

Die prämierte Studie mit dem Titel „Gut microbiome influences efficacy of PD-1–based immunotherapy against epithelial tumors“ wird von dem Forschungsduo Laurence Zitvogel (Gustave Roussy und Université Paris-Saclay) und Guido Kroemer (Gustave Roussy und Université Paris Cité) geleitet, zwei international renommierten französischen Wissenschaftlern.

Die ausgezeichnete Arbeit dokumentiert einen der bedeutendsten Fortschritte der vergangenen Jahre in der Behandlung verschiedener Krebsarten. Sie zeigt, dass das Darmmikrobiom – also die Gesamtheit der im menschlichen Darm lebenden Bakterien – eine entscheidende Rolle für die Wirksamkeit der Immuntherapie spielt.

Die Immuntherapie hat die Onkologie revolutioniert, indem sie das Immunsystem wieder in die Lage versetzt, Tumorzellen zu erkennen und gezielt anzugreifen. Dadurch konnten zahlreiche Patientinnen und Patienten gerettet werden, für die zuvor keine wirksamen Therapieoptionen bestanden. Allerdings entwickeln mehr als die Hälfte der Betroffenen Resistenzen gegen diese Behandlungen, was zu einem Wiederauftreten der Erkrankung führen kann – aus bislang nur unzureichend verstandenen Gründen. Die nun ausgezeichnete Studie belegt, dass das Darmmikrobiom eine zentrale Rolle bei dieser Resistenz spielt und dass dessen gezielte Modulation das Therapieansprechen und das Überleben der Patientinnen und Patienten deutlich verbessern kann.

Die Forschenden zeigen zudem, dass der Einsatz von Antibiotika die Wirksamkeit der Immuntherapie negativ beeinflussen kann, da sie die Vielfalt der Darmmikrobiota verringern. Die Analyse von Krebspatientinnen und -patienten ergab, dass eine größere bakterielle Diversität mit besseren klinischen Ergebnissen verbunden ist. Darüber hinaus identifizierte die Studie spezifische Bakterienarten im Darm, die konsistent mit einem günstigeren Therapieansprechen assoziiert sind.

Die Arbeit wurde 2018 in Science veröffentlicht und bereits mehr als 5.800-mal wissenschaftlich zitiert.

Für die Ausgabe 2025 des Preises gingen 58 Nominierungen aus 18 Ländern ein, unter anderem aus den Bereichen Krebsforschung, Infektionskrankheiten und neurodegenerative Erkrankungen. Frühere Preisträgerinnen und Preisträger wurden später mit weiteren renommierten internationalen Wissenschaftspreisen ausgezeichnet. So erhielten die Bial-Preisträger des Jahres 2021, Katalin Karikó und Drew Weissman, 2023 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für ihre Entdeckungen, die die Entwicklung wirksamer mRNA-basierter Impfstoffe zur Prävention von COVID-19 ermöglichten.
Attached files
  • Bial Award in Biomedicine 2025 Winners. From left to right: Emmanuelle Le Chatelier (awardee, 2nd author), Bertrand Routy (awardee, 1st author), Guido Kroemer (awardee, corresponding author), Gonçalo Matias (Portuguese Minister in the Cabinet of the Prime Minister and of State Reform), Laurence Zitvogel (awardee, corresponding author), Lisa Derosa (awardee, 3rd author), and Luís Portela (Chairman of the Bial Foundation).
  • Ralph Adolphs, President of the Jury
25/02/2026 Bial Foundation
Regions: Europe, Portugal, France, Sweden
Keywords: Health, Medical, People in health research, Well being, Science, Life Sciences, People in science

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