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Europäisches Hochschulnetzwerk FORTHEM begrüßt neue Partner und vernetzt die Universitätsstädte und Handelskammern

24/09/2021 Universität Mainz

FORTHEM kooperiert künftig auch mit Universitäten in Norwegen und Rumänien / Kennenlernen und Austausch auch auf Stadt- sowie Industrie- und Handelskammerebene

Die sieben Universitäten der europäischen Hochschulallianz FORTHEM sind zu ihrem ersten Vor-Ort-Netzwerktreffen in Mainz zusammengekommen. Gleichzeitig waren auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Vertreterinnen und Vertreter der Industrie- und Handelskammern aller Partnerstädte zum Kennenlernen und Austausch eingeladen. "Wir freuen uns sehr, dass wir nun alle Partner unserer Europäischen Universität FORTHEM – auch über die universitäre Ebene hinaus – in Mainz begrüßen konnten. Aufgrund der Pandemie war dieses Treffen erst jetzt möglich. Umso dankbarer sind wir, dass wir in den vergangenen Tagen in dieser Runde zusammenkommen, zwei neue FORTHEM-Mitglieder willkommen heißen und den Austausch auch auf der Ebene der Stadtverwaltungen und Handelskammern anregen konnten", erklärt Prof. Dr. Georg Krausch, Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU).

Die europäische Hochschulallianz FORTHEM, kurz für "Fostering Outreach within European Regions, Transnational Higher Education and Mobility", ist eines von mittlerweile 41 Hochschulnetzwerken, das von der Europäischen Kommission im Rahmen des ERASMUS+-Programms gefördert wird. "In den gut zwei Jahren, die unsere FORTHEM-Allianz mittlerweile besteht, haben die sieben Partnerhochschulen bereits eine bemerkenswerte Entwicklung hin zu einer transnationalen Europäischen Universität durchlaufen", betont Prof. Dr. Stephan Jolie, Vizepräsident für Studium und Lehre der JGU und Sprecher der europäischen Hochschulallianz. "Kein anderes Projekt an unseren Hochschulen hat jemals so viele Menschen europaweit in Austausch miteinander gebracht – ob in Summer Schools, im Team Teaching, in Onlinekursen oder Praktika, beim akademischen Speed-Dating oder im Austausch auf administrativ-technischer Ebene. Wir haben für alle etwas zu bieten."

Neue FORTHEM-Partner in Nord- und Südosteuropa

Der Verbund der FORTHEM-Universitäten verfolgt ehrgeizige Ziele: Die Partnerhochschulen wollen die Mobilität ihrer Studierenden sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhöhen, gleichzeitig einen virtuellen Campus schaffen und Forschungsprogramme und Doppel- und Mehrfachabschlüsse der Partneruniversitäten bis 2022 in einer gemeinsamen Transnational Higher Education Strategy zusammenführen, die dann bis 2025 auf die gesamte Allianz übertragen werden soll. Inhaltlich kooperieren beispielsweise in den FORTHEM Labs rund 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Studierende und assoziierte Partner zu zukunftsorientierten Forschungsthemen wie Resilienz oder Klimawandel. "Im Rahmen der Outreach Mission arbeiten wir mit unseren Städten, Schulen und regionalen Unternehmen zusammen und fördern das ehrenamtliche Engagement von Studierenden", so Jolie.

In diese Allianz haben die FORTHEM-Universitäten jetzt zwei neue Partner eingeladen: die Universitetet i Agder in Norwegen und die Universitatea Lucian Blaga din Sibiu in Rumänien. Mit beiden Hochschulen hat das FORTHEM-Netzwerk eine Absichtserklärung unterzeichnet – in Vorbereitung einer Vollmitgliedschaft. "Wir freuen uns sehr auf das Kennenlernen und die Zusammenarbeit mit unseren neuen Partnern im Norden und Südosten Europas. Wir sind gespannt, welche neuen Perspektiven sie in unsere Allianz einbringen werden", so Jolie.

Vernetzung auf Stadt- und Handelskammerebene

Zudem will die FORTHEM-Allianz zur Vernetzung auf der Ebene der Stadtverwaltungen und Industrie- und Handelskammern in den Hochschulstädten beitragen. Themen sind hier beispielsweise die Etablierung eines Praktikumsnetzwerks, das sich über die FORTHEM-Standorte spannt und den Studierenden erste Berufskenntnisse vermittelt, verschiedene Kooperationen mit lokalen Schulen sowie die Förderung ehrenamtlichen Engagements in den FORTHEM-Städten. Darüber hinaus adressieren die FORTHEM Labs gesellschaftlich relevante Themen wie Klimawandel, Resilienz, Mehrsprachigkeit und die Integration von Migrantinnen und Migranten in den Arbeitsmarkt, die aktuell überall in Europa diskutiert werden.

"Wir sind dankbar, dass so viele Verantwortliche aus den Heimatstädten unserer FORTHEM-Partner der Einladung nach Mainz gefolgt sind, um den europäischen Gedanken der FORTHEM-Allianz über die Universitäten hinaus in die Gesellschaft, Regionen und Städte zu tragen. Nur gemeinsam können wir an einem vereinten Europa arbeiten, das gerade in Zeiten der Stärkung von Nationalismus und der Zunahme populistischer Tendenzen unabdingbar ist", betont JGU-Präsident Prof. Dr. Georg Krausch. "Der direkte Austausch – ob konzentriert in den Workshops der letzten Tage oder in ungezwungener Atmosphäre während der Pausen oder des Abendprogramms – hat sicherlich die eine oder andere Idee für eine zukünftige Kooperation reifen lassen."

Über die europäische Hochschulallianz FORTHEM

FORTHEM ist eine von mittlerweile 41 europäischen Hochschulallianzen, mit denen die EU-Kommission bis 2025 einen europäischen Bildungsraum schaffen will, in dem Lernen, Studieren und Forschen über Ländergrenzen hinweg selbstverständlich ist. Die Idee dieser Europäischen Universitäten (European Universities) geht auf die Grundsatzrede "Initiative für Europa" des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron vom 26. September 2017 an der Pariser Universität Sorbonne zurück, in der er vorgeschlagen hatte, bis 2024 ein europäisches Universitätsnetzwerk aufzubauen.

Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist die koordinierende Universität der FORTHEM-Allianz im Verbund mit der Université de Bourgogne in Frankreich, der Jyväskylän yliopisto in Finnland, der Uniwersytet Opolski in Polen, der Università degli Studi di Palermo in Italien, der Latvijas Universitāte in Lettland und der Universitat de València in Spanien. Im Rahmen des Netzwerktreffens 2021 hat der Verbund zudem einen Letter of Intent mit der Universitetet i Agder in Norwegen sowie der Universitatea Lucian Blaga din Sibiu in Rumänien in Vorbereitung auf eine Vollmitgliedschaft im FORTHEM-Netzwerk unterzeichnet.


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Das FORTHEM-Netzwerktreffen am 22. und 23. September 2021 wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD) gefördert.

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Video/Audio:
https://www.youtube.com/watch?v=Z3IYcUBPyGQ&list=PL0B7E931504A996EB – "FORTHEM – eine europäische Hochschulallianz" ;
https://www.daad.de/de/infos-services-fuer-hochschulen/weiterfuehrende-infos-zu-daad-foerderprogrammen/eun-podcasts/campus-europa-forthem/ – "FORTHEM: Aus der Hochschule in die Gesellschaft" in der Reihe "Campus Europa – Der DAAD-Podcast zu den Europäischen Hochschulallianzen"
Attached files
  • Im Rahmen des FORTHEM-Netzwerktreffens 2021 unterzeichnete die europäische Hochschulallianz einen Letter of Intent mit der Universitetet i Agder in Norwegen und der Universitatea Lucian Blaga din Sibiu in Rumänien in Vorbereitung auf eine FORTHEM-Vollmitgliedschaft der neuen Partner.(1. Reihe v.l.: Indriķis Muižnieks (Riga), Keijo Hämäläinen (Jyväskylä), Andrei Terian-Dan (Sibiu) ; 2. Reihe v.l.: Georg Krausch (Mainz), Eleonora Riva Sanseverino (Palermo), Jacek Lipok (Opole), Sunniva Whittaker (Agder), Vincent Thomas (Dijon), Carles Padilla Carmona (València), Stephan Jolie (Mainz)) [Foto: Peter Pulkowski]
  • Im Anschluss an die Unterzeichnung eines gemeinsamen FORTHEM-Statements zur Stärkung und Weiterentwicklung der Allianz in den kommenden Jahren waren die europäischen Gäste eingeladen, sich ins Goldene Buch der Johannes Gutenberg-Universität Mainz einzutragen. Hier im Bild: Eleonora Riva Sanseverino von der Universität Palermo und Keijo Hämäläinen von der Universität Jyväskylä [Foto: Peter Pulkowski]
  • Beim Netzwerktreffen der europäischen Hochschulallianz FORTHEM kamen Vertreterinnen und Vertreter der Präsidien aller Partneruniversitäten sowie Bürgermeisterinnen und Bürgermeister und IHK-Präsidien der Universitätsstädte zum Austausch zusammen. [Foto: Peter Pulkowski]
24/09/2021 Universität Mainz
Regions: Europe, Germany
Keywords: Business, Universities & research, Knowledge transfer

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