Die Vereinbarungen umfassen die Überwachung von Treibhausgasen in Zusammenarbeit mit dem japanischen National Institute for Environmental Studies (NIES), die Erneuerung der Zusammenarbeit mit der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA), der Korea Meteorological Administration (KMA), mit dem African Centre of Meteorological Application for Development (ACMAD) und dem AGRHYMET Regional Centre.
„Diese Vereinbarungen zeigen, wie eine ausgewogene internationale Zusammenarbeit den Nutzen der EUMETSAT-Satellitensysteme für unsere Mitgliedstaaten vervielfacht“, laut Paul Counet, Head of Strategy, Communication and International Relations bei EUMETSAT. „Durch den Austausch von Daten und Fachwissen mit vertrauenswürdigen Partnern verbessern wir den Zugang zu weltweiten Beobachtungsdaten und tragen dazu bei, dass Europa im globalen Beobachtungssystem weiterhin seinen Einfluss behält.“
Stärkung der Zusammenarbeit mit Japan
Eine neue Absichtserklärung mit dem NIES schafft die Grundlage für die Zusammenarbeit in den Bereichen Atmosphärenzusammensetzung und Treibhausgasüberwachung und ergänzt die bestehenden Partnerschaften von EUMETSAT mit der JAXA und der japanischen Wetterbehörde. Sie unterstützt den Austausch von Satellitendaten nahezu in Echtzeit, von Daten zu Luftschadstoffen sowie von bodengestützten Messdaten und fördert zudem die wissenschaftliche Zusammenarbeit im Bereich der Umweltforschung.
Der Rat genehmigte zudem die Verlängerung des EUMETSAT-Abkommens zur Erdbeobachtung mit der JAXA um weitere fünf Jahre. Damit wird die seit zehn Jahren bestehende Zusammenarbeit beim Datenaustausch, in der wissenschaftlichen Forschung und bei Satellitenmissionen der nächsten Generation fortgesetzt.
Ausbau der Zusammenarbeit mit Südkorea im Bereich der Wettersatelliten
Die erneuerte Absichtserklärung mit der KMA bildet die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit im Bereich der Wettersatelliten und der Satellitenmeteorologie. Sie fördert den kontinuierlichen Austausch von Daten und Produkten sowie die weitere wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Europa und Südkorea bei Satellitenprogrammen.
Unterstützung von Wetter-, Klima- und Umweltdiensten in Afrika
Durch die Verlängerung der Kooperationsvereinbarungen mit ACMAD und AGRHYMET werden die erstmals 1996 begründeten Partnerschaften fortgesetzt. Diese Vereinbarungen unterstützen die Nutzung von EUMETSAT-Daten und -Produkten für Wetter-, Klima-, Agrar-, Hydrologie- und Umweltdienste in ganz Afrika.
Die Vereinbarungen bauen auf der bestehenden Zusammenarbeit auf, um die Infrastruktur für die Nutzung von Daten der dritten Generation von Meteosat auf dem gesamten Kontinent weiterzuentwickeln. Zudem knüpfen sie an von der Europäischen Union finanzierte Programme an, darunter Space for Early Warning in Africa.
Darüber hinaus erörterte der Rat eine mögliche Zusammenarbeit mit Kanada im Rahmen der „Arctic Observing Mission“, einer vorgeschlagene Satellitenmission, die Beobachtungen geostationärer Art über der Arktis und den Regionen in den nördlichen hohen Breitengraden ermöglichen soll.
Diese Partnerschaften, die auf über 40 Jahren operativer Tätigkeit und internationaler Zusammenarbeit beruhen, stärken die Rolle von EUMETSAT als verlässlicher Partner im globalen Erdbeobachtungssystem und steigern den Nutzen für seine Mitgliedstaaten.
Über EUMETSAT – Verlässlich im Weltraum. Unverzichtbar auf der Erde.
Seit 1986 beobachtet EUMETSAT, die europäische Agentur für meteorologische Satelliten, Wetter und Klima aus dem Weltraum. Vier Meteosat-Satelliten überwachen kontinuierlich sich rasch entwickelnde Wetterereignisse, während zwei Metop-Satelliten Vorhersagen von bis zu zehn Tagen im Voraus unterstützen. EUMETSAT betreibt zudem Dienste im Rahmen des Copernicus-Programms und leitet die Entwicklung des Data Lake für „Destination Earth“.
Regions: Europe, Germany, United Kingdom, North America, Canada, United States, Asia, Japan
Keywords: Science, Climate change, Earth Sciences, Environment - science, Space Science