Mit 40 führt EUMETSAT die neue Generation von europäischen Wetter- und Klimabeobachtungssystemen
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Mit 40 führt EUMETSAT die neue Generation von europäischen Wetter- und Klimabeobachtungssystemen


EUMETSAT wurde 1986 gegründet, um für Europa einen unabhängigen Zugang zu den Daten meteorologischer Satelliten zu gewährleisten. Inzwischen ist EUMETSAT zu einem Eckpfeiler des von Europa betriebenen Erdbeobachtungssystems geworden und leistet einen wichtigen Beitrag zum globalen Wetter- und Klimabeobachtungsnetz.

„Wetter- und Klimaanalytik gehören heute zur kritischen Infrastruktur moderner Gesellschaften“, sagt Phil Evans, Generaldirektor von EUMETSAT. „Die Geschichte, an der EUMETSAT seit 40 Jahren schreibt, ist geprägt von ambitionierten Zielen, Entschlossenheit, Zusammenarbeit und Innovation – und vor allem vom unentwegten Dienst für unsere Mitgliedstaaten und Nutzergemeinschaften. Dieser Erfolg ist auch ihr Erfolg. Wir sind dankbar für das Vertrauen, das Engagement und die langfristige Vision unserer 30 Mitgliedstaaten, die es ermöglicht haben, Europas führende Wetter- und Klimabeobachtungssysteme aufzubauen und zu erhalten. Mit dem Eintritt in eine neue Ära der Satellitenfähigkeiten bleibt unser Fokus klar: Wir wollen verlässliche Daten und Dienste bereitstellen, die der Gesellschaft helfen, sich auf Klimaveränderungen vorzubereiten und darauf zu reagieren.“

Vierzig Jahre im operativen Einsatz

Als nutzerorientierte Organisation arbeitet EUMETSAT eng mit ihren Mitgliedstaaten und Nutzergemeinschaften zusammen, um sicherzustellen, dass ihre Satellitensysteme, Datendienste und ihr Betrieb dem tatsächlichen operativen Bedarf entsprechen.

Seit vier Jahrzehnten liefert EUMETSAT einen kontinuierlichen Strom operationeller Satellitendaten, die von nationalen meteorologischen und hydrologischen Diensten, Klimawissenschaftlern, Katastrophenschutzbehörden und vielen weiteren Nutzern in Europa und darüber hinaus benötigt werden.

Der Wert dieser Beobachtungen ist mit der Verschärfung der wetter- und klimabedingten Risiken noch weiter gewachsen. Seit 1980 haben extreme Ereignisse in der Europäischen Union wirtschaftliche Schäden von schätzungsweise 822 Mrd. Euro verursacht, wobei ein Viertel dieser Verluste in den letzten vier Jahren entstanden ist. Verbesserte Vorhersagen und frühere Warnungen vor Stürmen, Hochwasser, Hitzewellen und anderen schwerwiegenden Ereignissen tragen zum Schutz von Menschenleben, Infrastruktur und wirtschaftlichen Aktivitäten bei. Langfristige Klimabeobachtungen dienen dagegen als Grundlage für Anpassungs- und Klimaschutzmaßnahmen.

Heute stammen mehr als 95 % der Beobachtungen, die in numerische Wettervorhersagemodelle einfließen, von Satelliten. Diese Beobachtungen haben dazu beigetragen, Fehler in Ein-Tages-Vorhersagen um 64 % zu verringern, und einen sozioökonomischen Nutzen von schätzungsweise bis zu 61 Mrd. Euro pro Jahr in der gesamten Europäischen Union generiert.

Die Partnerschaften und Menschen hinter der Mission

Hinter dieser 40-jährigen Geschichte steht eine hochqualifizierte, multinationale Belegschaft, deren Fachwissen, Engagement und Teamgeist den Erfolg von EUMETSAT geprägt haben. Von einem anfänglichen Viererteam ist die Organisation auf rund 1.300 Mitarbeitende und Auftragnehmende an ihrem Hauptsitz in Darmstadt angewachsen.

In den Bereichen Technik, Wissenschaft, Betrieb, Datendienste, Nutzerunterstützung und Verwaltung arbeitet die EUMETSAT-Belegschaft mit Leidenschaft und Engagement für das gemeinsame Ziel: zuverlässige Daten und Dienste bereitzustellen, die den Bedürfnissen der Datennutzer entsprechen und der Gesellschaft konkrete Vorteile bringen.

Viele Mitarbeitende bauen ihre Karriere in der Organisation langfristig auf und bringen so fundiertes operatives Know-how und einen starken Teamgeist ein. EUMETSAT unterstützt die eigenen Mitarbeitenden über ihre gesamte Laufbahn mit Schulungen, Mentoring und der Förderung einer gesunden Work-Life-Balance, zu der auch die Kinderbetreuung vor Ort gehört.

Die kooperative Kultur von EUMETSAT reicht weit über den Sitz hinaus. Wetter- und Klimaüberwachung hängen von einem weltweit koordinierten Beobachtungssystem und einem kontinuierlichen internationalen Datenaustausch ab. EUMETSAT arbeitet eng mit der Weltorganisation für Meteorologie zusammen und kooperiert beim Austausch von Daten und wissenschaftlichem Fachwissen mit nationalen Partnern in Kanada, China, Japan, Korea, Indien und den Vereinigten Staaten.

Partnerschaften mit afrikanischen Wetterdiensten sind ebenfalls ein wichtiger Teil der Aktivitäten von EUMETSAT. Durch Schulungen, den Aufbau von Kapazitäten und den Zugang zu Satellitendaten und -diensten stärkt EUMETSAT die Vorhersagefähigkeiten und die Resilienz gegenüber dem Klimawandel auf dem gesamten afrikanischen Kontinent.

Mit ihrem Sitz in Darmstadt, einem der wichtigsten europäischen Zentren für Raumfahrt, Wissenschaft und Technologie, ist EUMETSAT Teil eines regionalen Hightech-Ökosystems, zu dem auch das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESOC (European Space Operations Centre) der Europäischen Weltraumorganisation ESA, die Technische Universität Darmstadt, das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung und mehrere Fraunhofer-Institute gehören.

Das nächste Kapitel der europäischen Erdbeobachtungsfähigkeiten

Anlässlich ihres 40-jährigen Jubiläums richtet EUMETSAT den Blick auch fest nach vorne. In den kommenden zehn Jahren wird die Organisation ihre Satellitensysteme erneuern und ausbauen, um die Kontinuität und weitere Verbesserung der wichtigen Daten und Dienste zu gewährleisten, die sie für die Mitgliedstaaten, Nutzergemeinschaften und Partner bereitstellt.

Der Fokus wird nicht nur auf geostationären Meteosat- und polarumlaufenden Metop-Satellitensystemen liegen; EUMETSAT wird eine wachsende Rolle bei den Copernicus Sentinel-Missionen spielen, die im Auftrag der Europäischen Union durchgeführt werden, sowie neue operative Konzepte entwickeln, wie die EPS-Sterna Konstellation von Mikrosatelliten, das EPS-Aeolus-Programm zur Windmessung und künftige Altimetrie-Missionen.

Zusammen mit Investitionen in Cloud-basierte Datendienste, Anwendungen von künstlicher Intelligenz und Technologien für digitale Zwillinge sowie einer ausgewählten Beschaffung kommerzieller Daten werden diese Systeme eine zentrale Komponente in der europäischen Erdbeobachtungsinfrastruktur der nächsten Generation bilden. Sie werden Nutzern helfen, auf immer größere Mengen an Satellitendaten effizienter zuzugreifen, diese zu analysieren und zu nutzen. Damit unterstützen diese Systeme die Vorhersage von Unwettern, Frühwarnungen, Klimaüberwachung, Beurteilung der Luftqualität, Meeresbeobachtungen und umweltpolitische Entscheidungen in ganz Europa und darüber hinaus.

Vierzig Jahre nach ihrer Gründung wird EUMETSAT weiter dafür sorgen, dass Europas Investitionen in den Weltraum zu besseren Vorhersagen, stärker aufgestellten Klimadiensten und fundierteren Entscheidungen auf der Erde führen.

Eine eigene Seite „Our History“ auf der EUMETSAT-Website bietet ausführlichere Einblicke in diese vier Jahrzehnte umfassende Erfolgsgeschichte. Eine interaktive Zeitleiste mit den wichtigsten Meilensteinen nimmt die Besucher mit auf eine visuelle Reise durch die Geschichte der Organisation.


Über EUMETSAT – Verlässlich im Weltraum. Unverzichtbar auf der Erde.
Seit 1986 beobachtet EUMETSAT, die europäische Agentur für meteorologische Satelliten, Wetter und Klima aus dem Weltraum. Vier Meteosat-Satelliten überwachen kontinuierlich sich rasch entwickelnde Wetterereignisse, während zwei Metop-Satelliten Vorhersagen von bis zu zehn Tagen im Voraus unterstützen. EUMETSAT betreibt zudem Dienste im Rahmen des Copernicus-Programms und leitet die Entwicklung des Data Lake für „Destination Earth“.
Fichiers joints
  • Mitarbeitende von EUMETSAT in Darmstadt. Die multinationale Belegschaft der Organisation stellt operationelle Satellitendaten und -dienste im Auftrag der 30 Mitgliedstaaten und sowie von Nutzergemeinschaften in ganz Europa und darüber hinaus bereit. Bild: EUMETSAT
Regions: Europe, Germany, United Kingdom, North America, Canada, United States, Asia, China, India, Japan
Keywords: Science, Climate change, Environment - science, Science Policy, Space Science

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