Start für klimafreundliche Kraftstoffmischungen
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Start für klimafreundliche Kraftstoffmischungen


„Mit der neuen Inline-Blend-Anlage können wir nun erstmals nach Bedarf abgestimmte Mengen von fossilen und erneuerbaren Kraftstoffen mischen und die Klimawirkung sofort transparent dokumentieren. Das ist ein entscheidender Schritt für den Hochlauf von reFuels“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT.

ReFuels für mehr Klimaschutz

„Auf dem Weg zu mehr Klimaschutz sind strombasierte und biogene Kraftstoffe Bausteine – vor allem dort, wo Elektromobilität gar nicht oder nur bedingt greift. Das gilt etwa für Schiffe, Flugzeuge und den Schwerlastverkehr“, machte Verkehrsstaatssekretärin Elke Zimmer am Donnerstag anlässlich ihres Besuchs in der Mannheimer Pilotanlage deutlich. „Hier können regional produzierte Kraftstoffe beigemischt werden. Das fördert den Einsatz und Hochlauf der Produktion und damit die Versorgungssicherheit im Kraftstoffbereich. Mit diesem Projekt wollen wir den Einsatz von klimafreundlicherem Benzin bei den Seehäfen am Bodensee und der Landespolizei ermöglichen, oder auch von nachhaltigeren Flugkraftstoffen an den Landesflughäfen. Dank der digitalen Ausstattung kann sogar die Einsparung von CO2 auf dem Tankbeleg sichtbar gemacht werden.“

Die Möglichkeit, kleine Mengen Kraftstoffe flexibel zu mischen, könnte also den Weg für den breiten Einsatz von reFuels ebnen. „So finden die regenerativen reFuels auch erstmals den Weg in die Tanks von Endverbraucherinnen und Endverbrauchern“, ergänzt Dr. Olaf Toedter vom Institut für Kolbenmaschinen des KIT, der das Projekt koordiniert.

Mehr Vielfalt bei regenerativen Kraftstoffen

Der Verkehr verursacht neben den Bereichen Energie, Industrie und Haushalt einen großen Teil der CO₂-Emissionen. Da sich nicht alle Verkehrsbereiche elektrifizieren lassen, werden dort auch künftig flüssige Kraftstoffe gebraucht, um die Klimaziele zu erreichen. Regenerativ hergestellte Kraftstoffe, wie reFuels, haben die gleiche Energiedichte wie fossile Kraftstoffe und gelten als vielversprechender Weg hin zu einer CO₂-neutralen Mobilität. Sie werden aus Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft, aus Industrie- und Haushaltsabfällen sowie aus CO₂ und nachhaltig erzeugtem Wasserstoff hergestellt.

Treibhausgas-Einsparung wird automatisch ermittelt

Die Pilotanlage ist mit präziser Messtechnik ausgestattet und an drei Lagertanks mit verschiedenen Kraftstoffarten angeschlossen: erneuerbare, strombasierte und fossile. Die Sensoren sorgen dafür, dass jede Mischung genau nach den festgelegten Anteilen zusammengestellt wird. Eine Software berechnet für jede Lieferung die eingesparte Menge an Treibhausgasen gegenüber einer rein fossilen Abfüllung und dokumentiert die Daten in offiziellen Nachweisen. So können Unternehmen Verbesserungen ihrer Klimabilanz belegen und gesetzliche Anforderungen erfüllen. Die Bilanzierung der CO₂-Reduktion bietet somit einen zusätzlichen Kaufanreiz.

Projekt ist Teil der Landesstrategie Roadmap reFuels

Das Ministerium für Verkehr setzt sich seit 2018 neben vielen weiteren Maßnahmen für Klimaschutz im Verkehr für den Hochlauf der Produktion und die Nutzung von klimafreundlicheren Kraftstoffen ein. Als Teil der Landesstrategie Roadmap reFuels wurden bislang über 40 Studien und Umsetzungsprojekte gefördert. Das Projekt BlendBilanz4Mobility wird mit rund 325 000 Euro unterstützt.

Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Fichiers joints
  • Eine neue Pilotanlage in Mannheim mischt strombasierte oder biogene Kraftstoffe flexibel mit fossilen und dokumentiert die CO₂-Einsparung digital für jede Lieferung. (Foto: Exolum Mannheim GmbH)
Regions: Europe, Germany
Keywords: Applied science, Transport, Science, Environment - science

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