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Publication Announcement
Wenn Politik auf Wirtschaft trifft: WZB-Mitteilungen mit Analysen zur Krise
31 August 2012
Social Science Research Center / Wissenschaftszentrum Berlin fuer Sozialforschung
Regulierung ist der Dreh- und Angelpunkt. Ob aus ökonomischer, juristischer oder soziologischer Perspektive – die Beiträge aus den Arbeitszusammenhängen des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), die das September-Heft 2012 der WZB-Mitteilungen versammelt, loten die Gestaltungsspielräume nationaler und internationaler Institutionen in der gegenwärtigen Krise aus.
Das Versagen der Euro-Staaten illustriert Kurt Biedenkopf am Beispiel der „griechischen Tragödie“: Es fehle eine wirksame europäische Governance. Ein solcher Primat demokratisch verantworteter Politik gegenüber den Finanzmärkten sei nur durch eine neue Fiskal- und Bankenunion zu schaffen, konstatiert Mattias Kumm. Die nicht ausgeschöpften Möglichkeiten lenkender Eingriffe ins Marktgeschehen zeigen gleich drei Beiträge auf: Roni Mann bedauert die Halbherzigkeit der EU-Kommission im Blick auf die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, Peter Dietsch und Thomas Rixen entwerfen ein gerechteres internationales Steuersystem, und Sebastian Botzem warnt vor dem Verlust der ökologischen Steuerungswirkung des Emissionshandels durch den Einfluss von Spekulanten.
Zum Titelthema „Krise“ finden sich im Heft außerdem Beiträge über die Gläubigermentalität der Deutschen, über Private Equity und über Chancen und Gefahren der neuen Protestkultur. Ergänzt wird das Spektrum durch Mitteilungen aus der Forschung und Konferenzberichte. Die WZB-Mitteilungen erscheinen vierteljährlich in einer Auflage von rund 11.000 Exemplaren; der Bezug ist kostenfrei.
http://www.wzb.eu/de/publikationen/wzb-mitteilungen