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News Release

Polarlichtgeräusche entstehen nahe dem Erdboden

09 July 2012 Aalto University

Lange Zeit galten Geräusche die durch Polarlichter hervorgerufen werden als reiner Mythos und konnten nie zufriedenstellend nachgewiesen werden. Wissenschaftlern der Aalto Universität in Finnland ist es nun erstmals gelungen, diese Geräusche, denn anders kann man sie nicht nennen, zu lokalisieren: In der folgenden Untersuchung entstehen sie gerade mal 70 Meter über unseren Köpfen.

Wissenschaftler haben dabei drei Mikrofone getrennt voneinander in einem Beobachtungsfeld im Süden Finnlands aufgestellt,  wo die Polarlichter gesehen werden können. Sie konnten die dort gehörten Geräusche aufzeichnen und feststellen, dass ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Polarlichtern und die daraus resultierenden Geräusche besteht.  Die gleichzeitige Messung von geomagnetischen Störungen, durchgeführt vom Finnischen Meteorologischen Institut, zeigte dabei typische Verhaltensmuster, die bei Polarlichtern auftreten.

„Unsere Untersuchung zeigt auf, dass während des Auftretens von Polarlichtern Leute Geräusche hören, die in Verbindung stehen zu dem was sie sehen. In der Vergangenheit glaubten Wissenschaftler Polarlichter seien zu weit entfernt um Geräusche wahrzunehmen, die durch sie erzeugt werden, was durchaus der Wahrheit entspricht. Unsere Untersuchung beweist, dass der Ursprung der Geräusche, die in Verbindung mit Polarlichtern stehen, wahrscheinlich von den gleichen Sonnenpartikel verursacht werden, die auch Polarlichter entstehen lassen. Diese Partikel oder die geomagnetischen Störungen, die durch sie hervorgerufen werden, scheinen die Geräusche nahe am Erdboden zu erzeugen“, sagt Professor Unto K. Laine von der Aalto Universität.

„Polarlichtgeräusche“ (auch Aurorageräusche genannt) werden oft als weit entferntes Rauschen, Knallen oder Knistern empfunden. Basierend auf den unterschiedlichen Wahrnehmungen dieser Geräusche, sind Wissenschaftlicher der Meinung, dass es verschiedene Mechanismen zu deren Entstehung geben kann. Jedoch ist weiterhin unbekannt, wie diese Mechanismen im Detail aussehen.

http://www.aalto.fi/en/current//news/view/2012-07-09/

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