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News Release

Nekrose nach Kortisoninjektion

13 June 2012 Deutsches Aerzteblatt

So erhielt eine Patientin wegen Rückenschmerzen mehrfach intramuskuläre Behandlungen mit Dexamethason und Diclofenac. Sechs Wochen nach der letzten Injektion hatte sich eine 500 g schwere Nekrose gebildet, die entfernt werden musste; eine Folgeinfektion machte mehrere stationäre Behandlungen erforderlich. Die Autoren berichten von septischen und aseptischen Komplikationen wie Abszessen und Eiteransammlungen in Gelenken. Im Bereich der Wirbelsäule können auch Lähmungen bis zur  Querschnittsymptomatik auftreten. Eine tödliche Sepsis kann die Folge sein.  

Im Zeitraum von 2005 bis 2009 wurden den Gutachterkommissionen und Schlichtungsstellen 278 dieser Fälle vorgelegt. In 40 Prozent lag ärztliches Fehlverhalten vor: Zum Beispiel wurde die Asepsis nicht eingehalten, eine Indikation fehlte oder die Injektionen erfolgten zeitlich zu nah und in zu hoher Dosierung.  In diesen Fällen haftete der Arzt für alle nachteiligen gesundheitlichen Folgen der beanstandeten Injektion, weil es an einer rechtswirksamen Einwilligung des Patienten fehlte. Der Artikel soll einen Beitrag zur Verbesserung der Situation leisten.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/126595

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