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News Release
Eizellspende: Mutterglück mit Risiken und Nebenwirkungen
21 January 2011
Deutsches Aerzteblatt
Schwangere nach einer Eizellspende sind als Hochrisikopatientinnen einzustufen. Warum das so ist und welche Folgen die Eizellspende für eine Frau haben kann, darüber berichten Ulrich Pecks und Koautoren vom Universitätsklinikum RWTH Aachen in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl In 2011; 108(3): 23-31).
Die Autoren stützen ihre Einschätzung zum einen auf die Daten aktueller Publikationen und zum anderen auf eine Serie von Fällen, die in der eigenen Klinik aufgetreten sind. So ergab die Durchsicht von Krankenakten, dass innerhalb der letzten vier Jahre acht Frauen, bei denen sich eine Eizellspende ermitteln ließ, wegen eines schwangerschaftsinduzierten Bluthochdrucks behandelt werden mussten. Drei dieser Schwangerschaften mussten wegen einer akuten Lebensbedrohung für die Mutter frühzeitig beendet werden. Die anderen fünf Fälle zeigten einen milderen Verlauf der Schwangerschaftshypertonie.
Die Eizellspende wird seit mehr als 25 Jahren zur Behandlung der ungewollten Kinderlosigkeit angewendet. Da dieses Verfahren in Deutschland durch das Embryponenschutzgesetz verboten ist, nutzen Paare medizinische Einrichtungen europäischer Nachbarländer. Nach erfolgreichem Embryotransfer werden die Schwangeren dann in Deutschland gemäß der Richtlinien des Mutterschutzgesetzes weiterbetreut. Wegen des Risikos für eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung empfehlen die Autoren, dass Patientinnen nach Eizellspende engmaschig von Ärzten mit pränatalmedizinscher Spezialisierung betreut werden.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=80328