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News Release
Mehr Vorsorge für das kranke Herz
26 April 2012
Deutsches Aerzteblatt
Zwischen den Empfehlungen zur Behandlung kardiovaskulärer Risikofaktoren und ihrer Umsetzung in der klinischen Praxis bestehen Diskrepanzen. Christof Prugger und Koautoren stellen die Ergebnisse der EUROASPIRE I, II und III Surveys in der Region Münster in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblatts (Dtsch Arztebl Int 2012; 109(17): 303–10) vor.
Die Surveys, die 1995/96, 1999/2000 und 2006/07 erhoben wurden, erlauben es den Autoren, zeitliche Trends kardiovaskulärer Risikofaktoren bei zuvor hospitalisierten Patienten mit koronarer Herzkrankheit aufzuzeigen. Untersucht wurden Patienten mit koronaren Herzkrankheiten, die jünger als 70 Jahre waren und deren koronares Ereignis mindestens sechs Monate zurück lag.
Obwohl seit geraumer Zeit bekannt ist, dass Rauchstopp zu einer erheblichen Senkung des Risikos für kardiovaskuläre Morbidität und Mortalität führt, ist die Häufigkeit des Rauchens unverändert geblieben. Dagegen sind erhöhte Blutdruckwerte und Cholesterinwerte gesunken. Die Anzahl der Patienten mit Adipositas hat sich zwischen 1995 und 2007 nahezu verdoppelt. Auch die Häufigkeit, mit der Patienten blutdruck- und lipidsenkende Medikamente erhalten, ist angestiegen. Ebenso gibt es in den letzten Jahren immer mehr Diabetiker. Die Ergebnisse der EUROASPIRE I, II und III Surveys in der Region Münster zeigen, dass die von den europäischen Leitlinien festgelegten Zielwerte in der klinischen Praxis nicht erreicht werden konnten.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/125124