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News Release

Kernspintomographie mit Nebenwirkungen

11 April 2012 Deutsches Aerzteblatt

Die Kernspintomographie (MRT) bei Patienten mit Schrittmacher

Eine Kernspintomographie sollte bei Patienten mit Herzschrittmacher nur mit größter Vorsicht durchgeführt werden. Henning  Bovenschulte  und seine Koautoren berichten von Untersuchungsergebnissen im aktuellen Heft des Deutschen Ärzteblatts.

(SM) oder implantierbarem Defibrillator (ICD) gilt wegen potenziell lebensbedrohlicher Wechselwirkungen als kontraindiziert. Die Aggregate und Sonden können mit den Magnetfeldern interagieren und Rhythmusstörungen verursachen. Die Elektrodenkabel fungieren dabei als Antenne, in der sich eine Spannung aufbaut, die an der Elektrodenspitze  an das angrenzende Gewebe abgegeben wird. Fasst man die wesentlichen Studien und die Daten der Autoren über Patienten mit Schrittmachern oder implantierbaren Defibrillatoren und MRT-Untersuchungen zusammen, ergibt sich eine Anzahl von 1 043 untersuchter Patienten. Lebensbedrohliche Komplikationen wurden nicht beobachtet, in elf Fällen kam es zu einem elektrischen Reset des Aggregats, ein relevanter Anstieg der Reizschwellen  beobachteten sie in 16 Fällen.

In Einzelfällen kann jedoch bei einer lebensbedrohlichen Erkrankung die Kernspintomographie indiziert sein. Bei optimierter Durchführung kann der Nutzen der MRT das potenzielle Risiko deutlich überwiegen.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/124810