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News Release
Bevölkerungsalter und stationäre Versorgung
29 February 2012
Deutsches Aerzteblatt
Wie sich die Alterung der Bevölkerung auf die Zahl der stationären Behandlungen auswirkt, untersucht der Epidemiologe Enno Nowossadeck im aktuellen Heft des Deutschen Ärzteblatts (Dtsch Arztebl Int 2012; 109[9]: 151–7.
Die Menschen in Deutschland werden immer älter und die Zahl der stationären Aufenthalte nimmt zu. Der Autor untersucht, ob für die beiden Trends ein Zusammenhang besteht. Dazu zieht er Krankenhausfallzahlen heran, die er nach Geburtsjahrgängen, Geschlecht und Diagnosen gruppiert. So ist beispielsweise ein Ergebnis seiner Analyse, dass die geburtenstarken Jahrgänge von 1934 bis 1944 zu hohen Fallzahlen für Darmkrebs führen, während die nachfolgenden geburtenschwachen Jahrgänge einen Rückgang von Prostatakrebs verursachen.
Zudem hat sich die Wahrscheinlichkeit für Patienten verändert, mit einer bestimmten Erkrankung stationär behandelt zu werden. Dies kann die Wirkung des demografischen Wandels verstärkten, abmildern oder auch kompensieren. Für die Herzinsuffizienz beispielweise, addieren sich Effekte von Alterung und gesteigertem Risiko und führen zu deutlich mehr stationären Behandlungen als allein aufgrund der Alterung zu erwarten gewesen wären.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/122869