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News Release

Riskante Medikamente

03 February 2012 Deutsches Aerzteblatt

Mehr als ein Viertel der älteren Patienten erhielt im Jahr 2007 ein potenziell riskantes Medikament. Dies ist das Ergebnis der Studie von Ute Amann und Koautoren im aktuellen Heft des Deutschen Ärzteblatts (Dtsch Arztebl Int 2012; 109[5]: 69-75).

Die Gabe von bestimmten Wirkstoffen kann bei über 65-jährigen Patienten das Risiko für unerwünschte Arzneimittelwirkungen erhöhen, weswegen Experten sie als potenziell inadäquate Medikation (PIM) bezeichnen.

Ziel der vorliegenden Studie war es, das Risiko von PIM für ältere Menschen auf Grundlage einer großen Datenbasis nach Alter, Geschlecht und Wirkstoff abzuschätzen. Die Wissenschaftler zogen dafür die Daten von 447 592 Männern und 356 808 Frauen im Alter von 65 und mehr Jahren für ihre Analyse heran und evaluierten die Häufigkeit von PIM-Verordnungen pro Patient.

Frauen erhalten häufiger PIM-Verordnungen als Männer. Die häufigsten potenziell riskanten Wirkstoffe waren Amitriptylin,  Acetyldigoxin, Tetrazepam und Oxazepam. Insgesamt erhielten im Beobachtungszeitraum 8,8 % aller Versicherten vier oder mehr wirkstoffgleiche PIM-Verordnungen.

http://www.aerzteblatt.de/archiv/121063